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OKtoRail in Essen im Erlebnistest

Von: Yannic Zotzmann - 28.04.2015 13:46

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Das OKtoRail im COOL PLACES Tests

Quelle - Alle Bilder: COOL PLACES Redaktion

Wer kennt das nicht? Es ist Sonntag, es regnet und der ganze morgen wird vergammelt. Spätestens um 14 Uhr stellt sich dann aber doch die Frage: Was fange ich jetzt mit dem Tag an? Wir haben uns an solch einem usseligen Tag dafür entschieden, das OKtoRail im Essener Grugapark auf Herz und Nieren zu testen.

Das OKtoRail ist eine Miniaturausstellung, die den Besucher auf eine Zeitreise durch die Industriegeschichte mitnimmt. Die Reise beginnt im Ruhrgebiet in den 60er Jahre und führt durch die Alpen bis nach Italien.

Durch den Grugapark zum OKtoRail

Rummelplatz im OKtoRail Essen

 

Um zum Eingang des OKtoRail zu kommen müssen wir aber erstmal ein kleines Stück im Grugapark zurücklegen. Einen anderen Eingang gibt es leider nicht. Das bedeutet im Klartext, dass wir Eintritt in den Grugapark und Eintritt ins OKtoRail zahlen müssen. Weil die Ausstellung an sich aber nicht so teuer ist, kommt man als Erwachsener trotz des doppelten Eintritts nur auf 7,90 €. Jugendliche und Studenten zahlen je nach Alter sogar nur zwischen 5,90 € und 6,40 € für beides. Bei schönem Wetter bietet es sich an, einen längeren Spaziergang durch den Park zu machen. Bei unserem Besuch regnet es aber wie gesagt und so gehen wir direkt zum Eingang der Ausstellung, der sich in der ehemaligen Orangerie des Grugaparks unweit des Eingangs befindet.

Mit dem OKtoRail-Zug zurück durch die Zeit

Raum im OKtoRail in Essen

 

Schon der Eingangsbereich des OKtoRails gefällt uns sehr gut. Er ist im Stil eines historischen Bahnhofs gehalten und versprüht einen Charme aus der Industriehochzeit des Ruhrgebiets. Es gibt ein kleines Kassenhäuschen und sogar einen lebensgroßen Zugwagon. Durch diesen wird die Ausstellung auch betreten. Allerdings geht man nicht einfach auf der einen Seite rein und auf der anderen wieder heraus, sondern wird erstmal zum Zeitreisenden.

Wir nehmen Platz im Zug und er setzt sich in Bewegung. Scheinbar ziehen draußen wichtige Ereignisse der 90er, der 80er, der 70er Jahre an uns vorbei. Endstation sind die 60er Jahre und die Tür zur Ausstellung öffnet sich. Von der Zeitreise sind wir sehr beeindruckt und so sind wir jetzt schon in der richtigen Stimmung, die vor uns liegenden 50 Jahre als Miniaturwelt zu entdecken.

Zeche Zollverein und Hochofen 5 lassen grüßen

Das OKtoRail entführt uns zunächst in eine Welt der Industrie. Zechentürme, Hochöfen und andere typische Gebäude der Kohle- und Stahlindustrie zeigen sich von ihrer besten Seite. Wir fühlen uns direkt in den Landschaftspark Duisburg-Nord und zur Zeche Zollverein versetzt, auch wenn von den Betreibern betont wird, dass die Exponate keine Nachbauten von realen Gebäuden sind.

Industrie im OKtoRail

 

Bereits hier erkennen wir, dass die Miniaturwelt etwas ganz besonderes ist: Es gibt tausende Details, Szenarios, Menschen und Tiere zu entdecken und jeder Blick, den wir auf die Welt werfen, erzählt eine neue Geschichte. Außerdem werden durch die Ansicht aus der Vogelperspektive Zusammenhänge und Abläufe deutlich, die man an den „Original“-Schauplätzen nicht so einfach erkannt hätte.

Zur Erklärung der Miniaturwelt tragen Tafeln und Fernseher mit kleinen Filmchen bei. Ich lege es jedem wärmstens ans Herz, sich die Tafeln auch wirklich durchzulesen, denn wenn man kein riesiger Ruhrgebietsexperte ist, kann man hier wirklich noch etwas lernen - toll!

Das Ruhrgebiet und darüber hinaus

Ein Zug im OKtoRail

 

Wie in jeder Miniaturausstellung dürfen Züge auch im OKtoRail nicht fehlen. Wie ein roter Faden verbinden scheinbar unendliche lange Gleisanlagen die einzelnen Abschnitte der Ausstellung miteinander. Wir folgen den Gleisen und kommen ländlichen Bauernhöfen, einem Volksfest, an einer Burg mit Touristen und an einem sehr belebten Bahnhof vorbei.

Schließlich erreichen wir die Alpen und entdecken auch dort immer wieder mit Liebe gestaltete Szenen aus dem echten Leben. Einen Autounfall mit Blaulichteinsatz, ein kleines Café und sogar eine Autoproduktion gibt es auf dem Weg zu bestaunen, der uns letztlich an die Grenze Italiens führt.

Zollstation im OKtoRail

 

Dolce Vita mitten in Essen

Der Sprung nach Italien ist auch ein Sprung durch die Zeit. Alles wirkt modern, kleine Menschen tummeln sich im Bikini am Strand oder heizen mit Speedboaten an der Küste entlang. Der mediterrane Charme des Landes wurde wunderbar eingefangen und irgendwie stellt sich bei mir ein bisschen Fernweh ein.

Speedboat in Italien im OKtoRail

 

Nachdem wir an Venedig vorbei sind, endet unsere Reise durch das OKtoRail. Wer Lust hat, kann in einem kleinen Bereich im Obergeschoss selbst zum Schaffner werden und ein paar Modelleisenbahnen steuern.

OKtoRail im Test - Fazit

Das OKtoRail hat uns wirklich positiv überrascht. Selbst wenn man eigentlich nicht auf Miniaturwelten steht, sollte man der Ausstellung eine Chance geben. Es gibt viel zu entdecken und wer selbst aus dem Ruhrgebiet kommt, wird sich direkt heimisch fühlen. Ein toller Tipp für verregnete Sonntage!

Öffnungszeiten, Meinungen und Preise von OKtoRail